Hans Jöres

19. August 1876 in Odenkirchen, das heute Stadtbezirk der kreisfreien Stadt Mönchengladbach ist, geboren.

Nach Abschluss der Volksschule besuchte er je drei Jahre die Präparandie und das Lehrerseminar seiner Heimatstadt. Von 1897 bis 1908 war er Lehrer an der Katholischen Volksschule in Velbert. Noch vor dem Ablegen seiner Zweiten Lehrerprüfung (1901) wurde ihm der Zeichenunterricht an der Fortbildungsschule der Stadt Velbert übertragen.

Mehrmals unterbrach Jöres seine Lehrtätigkeit um an der Kunstgewerbeschule Elberfeld und an der Kunstakademie in Berlin zu studieren. 1905 begann er seine zweijährige Ausbildung am Zeichenlehrerseminar in Düsseldorf um 1907 seine Zeichenlehrerprüfung abzulegen.

Ab 1908 unterrichtete er Zeichnen am Progymnasium und an der Handwerker-Fortbildungsschule der Stadt Eupen. 1910 kam Zeichenunterricht am Lyzeum hinzu und ab 1911 leitete er mehrere Jahre die Fortbildungsschule der Handwerker.

Während seines Aufenthaltes in Eupen hatte Jöres in Ausstellungen auf seine Kunst aufmerksam gemacht und Anerkennung erhalten. Seine Bilder standen oft neben großen Namen in renommierten Kunstinstituten in Aachen, Düren, Mönchengladbach und Düsseldorf.

Als durch die Entscheidung des Völkerbundes 1920 Eupen dem belgischen Staat einverleibt wurde, entschloss sich Jöres, die Stadt zu verlassen.

1921 trat er seine neue Stelle in Boppard an.

1925 wirkte er an der Gestaltung des Heimatbuches des noch damaligen Kreises St. Goar durch eine große Anzahl von Strichzeichnungen entscheidend mit.

Um seine künstlerische Aktivität und Vielfalt zu veranschaulichen, sei die Ausstellung von 1930 erwähnt, auf der Jöres 40 Bilder in Öl, 30 in Pastell und ebenso viele Zeichnungen und Holzschnitte zeigte.

Mit 61 Jahren trat Hans Jöres 1937 aufgrund eines alten Leidens in den Ruhestand.

Er starb am 5. März 1938.

Änne Jöres, die einzige Tochter des Malers, vermachte 1974 der Stadt Boppard das ihr verbliebene künstlerische Werk ihres Vaters.


 

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